Betriebswirtschaft
20. Februar 2026
5 Kennzahlen, die jeder Gastronom kennen sollte
Wer seinen Gastronomiebetrieb erfolgreich führen will, braucht mehr als gutes Essen und
freundliches Personal – er braucht den täglichen Blick auf die richtigen Zahlen.
Hier sind die fünf Kennzahlen, die in keinem Betrieb fehlen dürfen.
1. Foodcost-Quote
Die Wareneinsatzquote zeigt, wie viel Prozent Ihres Umsatzes für Lebensmittel und Getränke
draufgehen. Ein gesunder Richtwert liegt je nach Konzept zwischen 25 % und 35 %.
Liegt Ihre Quote höher, lohnt sich eine Kalkulations- und Einkaufsüberprüfung.
2. Personalkostenquote
Personalkosten sind in der Gastronomie der größte Kostenblock. Inklusive Lohnnebenkosten
sollte die Quote idealerweise unter 35 % liegen. Höhere Werte weisen oft auf
ineffiziente Dienstplanung oder strukturellen Personalmangel hin.
3. Deckungsbeitrag pro Gericht
Nicht das teuerste Gericht bringt den meisten Gewinn. Berechnen Sie für jedes Gericht
Umsatz minus Wareneinsatz – und sortieren Sie Ihre Speisekarte nach Deckungsbeitrag.
4. Durchschnittlicher Bon-Wert
Teilen Sie Ihren Tagesumsatz durch die Gästezahl. Dieser Wert zeigt Ihnen, ob Ihre
Preisstruktur zur Zielgruppe passt und wo Upselling-Potenzial liegt.
5. Sitzplatzauslastung
Wie viele Ihrer verfügbaren Sitzplätze werden tatsächlich genutzt? Eine niedrige
Auslastung bei gleichbleibenden Fixkosten ist das erste Warnsignal für strukturelle
Probleme im Betrieb.
Personal
12. Februar 2026
Personalplanung leicht gemacht: Leerläufe vermeiden
Überbesetzte Schichten kosten bares Geld, Unterbesetzung kostet Gäste und Nerven.
Eine strukturierte Personalplanung ist einer der wirksamsten Hebel zur Kostenkontrolle
in der Gastronomie.
Den Bedarf realistisch ermitteln
Analysieren Sie Ihre Umsätze der letzten drei bis sechs Monate nach Wochentag und
Uhrzeit. So erkennen Sie verlässliche Muster und können die Dienstplanung daran ausrichten –
statt nach Gefühl zu besetzen.
Feste Schichtmodelle einführen
Klare, wiederkehrende Schichtmodelle reduzieren den Planungsaufwand und geben dem Team
Planungssicherheit. Wer weiß, wann er arbeitet, ist motivierter und zuverlässiger.
Flexiblen Pool aufbauen
Ein kleiner Pool aus Aushilfen oder Minijobbern erlaubt es Ihnen, auf Stoßzeiten und
Krankenausfälle zu reagieren, ohne Vollzeitstellen überproportional zu belasten.
Stunden und Kosten im Blick behalten
Führen Sie eine einfache Tabelle mit geplanten vs. tatsächlich geleisteten Stunden.
Abweichungen zeigen sofort, wo Nachsteuerungsbedarf besteht – bevor es teuer wird.
Speisekarte
5. Februar 2026
Speisekarten-Kalkulation: Der häufigste Fehler
Viele Gastronomen kalkulieren ihre Speisekarte nach Bauchgefühl – und wundern sich
am Monatsende über rote Zahlen. Dabei lässt sich mit wenigen Schritten eine
verlässliche Preisstruktur aufbauen.
Der häufigste Fehler: Wareneinsatz unterschätzen
Wer nur den Einkaufspreis der Hauptzutat ansetzt, ignoriert Nebenprodukte, Würzmittel,
Schwund und Portionsungenauigkeiten. Das Ergebnis: Sie verkaufen günstiger als gedacht –
und merken es erst beim Jahresabschluss.
So kalkulieren Sie richtig
- Alle Zutaten pro Portion genau auflisten und wiegen
- Einkaufspreise aktuell halten und regelmäßig anpassen
- Einen Aufschlagsfaktor (Faktor 3 bis 4 je nach Konzept) als Ausgangsbasis nutzen
- Marktpreise vergleichen – aber den eigenen Deckungsbeitrag nicht unterschreiten
Preise regelmäßig überprüfen
Rohstoffpreise steigen – Ihre Karte sollte das spiegeln. Eine Kalkulations-Überprüfung
mindestens zweimal im Jahr schützt Sie vor schleichenden Verlusten.
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